Es ist kein Geheimnis, dass die laufende Corona-Pandemie nicht nur für einen Schub der Digitalisierung in Schulen und Unternehmen gesorgt hat, sondern auch mit voller Wucht die Industrieländer in eine tiefe Krise geschlagen hat. Im Hinblick auf das Thema „Suchen und Finden eines Ausbildungsplatzes“ ist eine Unsicherheit aller Beteiligten zu spüren: Wie lässt sich in Zeiten einer pandemiebedingten Wirtschaftskrise ein Ausbildungsbetrieb finden, der nicht von einer Insolvenz betroffen ist? Welches Unternehmen kann mit gutem Gefühl neue Auszubildende einstellen, obwohl andere Mitarbeiter in der Kurzarbeit stecken? Und wie kommen Bewerbergruppen und Unternehmen eigentlich zusammen, um sich kennenzulernen?

Doch so sorgenreich die Fragen auch sind, die Lage auf dem deutschen Ausbildungsmarkt ist trotz Corona-Krise besser als gedacht. Grund dafür ist, dass vor der Krise schon deutlich mehr Lehrstellen unbesetzt blieben als es Bewerber gab. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Handwerks, sagt: „Kein Jugendlicher muss aufgrund von Corona den Anschluss für seine berufliche Zukunft verpassen.“ Er verdeutlicht, dass es in diesem Jahr sicherlich zu Lockerungen der sonst bestehenden Regeln kommen wird, die die Starttermine auch im Oktober oder November ermöglichen. Auch die Berufsschulen haben angekündigt, in diesem Jahr flexibler zu sein.

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände sieht die Lage überwiegend positiv. „Es gäbe reichlich Auswahlchancen für junge Menschen.“

Quelle: WAZ Gelsenkirchen

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