In den vergangenen Wochen wurde Meetings im Rahmen unserer Projekte der Beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schüler bzw. Externen (die den Link zum Meeting über uns unbekannte Wege erhielten) gestört. Auch digitaler Unterricht wurde gestört. Die Medien (WAZ, Rheinische Post, „Aufwacher“-Podcast, WDR Lokalzeit Düsseldorf u.a.) berichteten ebenfalls darüber.

Im angegebenen Link fasst das Team vom Düsseldorfer Kompetenzzentrum in Kooperation mit der Kommunalen Koordinierung und dem Netzwerk Schule/Wirtschaft Gelingensbedingungen für „störungsfreie“ digitale Meetings zusammen.

Wir bewerten diese Tipps bewusst nicht. Wir wissen, dass nicht alle Kriterien immer oder sofort umsetzbar sind. Wir wissen auch, dass absolut störungsfreie Meetings kaum möglich sind. Deshalb sprach ein Experte im Rahmen unserer Recherchen nicht von störungsfreien, sondern von „störungssicheren“ Meetings. Wir könnten auch von „störungsarmen“ Meetings sprechen.

Wir geben Ihnen hiermit einen Werkzeugkoffer an die Hand, um im Vorfeld oder bei Störungen reagieren zu können. Diese Checkliste ist und bleibt ein „lebendiges Dokument“, dass wir regelmäßig aktualisieren werden.
Verbesserungsvorschläge bzw. weitere Ideen gerne an sochart@unternehmerschaft.de.
Quellen dieser Liste sind: Gespräche mit Digitalexperten aus der Wirtschaft und den Medien, Polizei Düsseldorf (Abt. Cybercrime), Medienberichte (u.a. WAZ und Rheinische Post) und eigene Erfahrungen.

Zu den Gelingungsbedingungen.

Ab Montag, 22. Februar, wird der Unterricht für Grundschüler/innen sowie für die Primarstufe der Förderschulen in einem Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht wiederaufgenommen. Die Schulen selbst entscheiden über die Intervalle aus Distanz- und Präsenzunterricht. Allerdings darf der Distanzunterricht nicht länger als fünf Unterrichtstage am Stück dauern. Denkbar wäre ein Modell, das Distanz- und Präsenzunterricht im täglichen Wechsel bietet. Ein Schichtmodell (stundenweise oder vormittags/ nachmittags) wird es nicht geben.

Auch Schüler/innen, die vor Prüfungen stehen und die einen erfolgreichen Abschluss anstreben, zum Beispiel das Abitur, den mittleren Schulabschluss oder den Abschluss an einer Förderschule, wird ab dem 22. Februar eine Rückkehr in den Präsenzunterricht in voller Klassenstärke ermöglicht. Klassen und Kurse können aber auch geteilt werden. Präsenzunterricht wird auch jenen Schülern geboten, die sich noch in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe befinden, denn auch diese aktuellen Leistungen fließen in die Schlussbewertung ein. Alle anderen Schüler/innen bleiben vorerst noch im Distanzunterricht.

Ab einer NRW-weiten Durchschnitts-Inzidenz von 50 wechseln zunächst alle Grundschüler/innen in den Präsenzunterricht. Alle anderen Jahrgänge würden in einem Wechselmodell- oder gleich in Präsenzform unterrichtet. Die Wocheninzidenz in NRW lag am Donnerstag (11.02.2021) bei 62,7 – der niedrigste Wert seit dem 18.  Oktober. Klassenfahrten sind noch bis zum 5. Juli verboten. Schulsport soll zwar angeboten werden, aber „möglichst nur im Freien“.

Quelle: WAZ Gelsenkirchen, 12.02.2021

Krankheit, Mobbing, Verwahrlosung: Wenn Kinder nicht mehr zur Schule gehen, hat das meist sehr vielschichtige Gründe. Gelsenkirchen hat jetzt im Kampf gegen Schulverweigerer einen neuen Leitfaden entwickelt, um chronische Schulschwänzer zurück in die Gesellschaft zu holen.

„Wir möchten den Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass wir sie im Blick haben und auf sie achten“, sagte Bildungsdezernentin Anne Heselhaus am Montagnachmittag bei der Vorstellung des Leitfadens „Wir merken, dass Du fehlst!“ in der Gelsenkirchener Volkshochschule. Dabei gehe es in erster Linie darum, den Schülern und ihren Eltern „mehr mit Wertschätzung zu begegnen als mit harten Interventionsmaßnahmen und Strafen“. Botschaft: Du bist uns wichtig, Ihr Kind ist uns wichtig.

War es früher „mehr dem Engagement des Klassenlehrers oder der Schule geschuldet“, so Eva Kleinau von der federführenden Jugendhilfe Schule der Stadt, wie schnell das Fehlen von Schulverweigerern erfasst, gemeldet und entsprechend gegengesteuert wurde, so bietet der Leitfaden nun systematische Handlungsanweisungen. Er beinhaltet einen kurzen Theorieteil, in dem die gesetzlichen Grundlagen, die Ursachen und Formen sowie der sinnvolle Umgang mit Schulabsentismus erläutert wird. In Teil B wird ein Stufenmodell samt Formularen und Anschreiben dargestellt. In Teil C gibt es Hinweise und Vorlagen zum Erfassen von Fehlzeiten.
Das Projekt startet an den Hauptschulen- die Gesamtschulen sollen als Nächstes mit ins Boot geholt werden, aber auch Realschulen und Gymnasien.

Parallel zur Präsentation des Leitfadens haben alle Mitwirkenden zum Umgang mit „Schulabsentismus“ eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Beteiligt sind die vier Gelsenkirchener Hauptschulen sowie das Referat Kinder, Jugend und Familie und die regionale Schulberatungsstelle.

Um zu sehen, zu welchen Ergebnissen der Leitfaden führt und wie groß das Problem der Schulverweigerer ist, sollen erste Ergebnisse nach ein bis zwei Jahren Anwendung zusammengetragen werden, wie Anne Heselhaus ankündigte. Davon verspricht sich die Bildungsdezernentin eine Aussage zum Wirkungsgrad des neuen Leitfadens.

Quelle: WAZ Gelsenkirchen, 08.12.2020