Jede Lehrkraft soll zukünftig einen Computer besitzen.

Ein Schuljahr lang wird der Unterricht auf Distanz gleichwertig mit dem regulären Unterricht in der Schule. Sollte also in der Stadt eine Schule coronabedingt geschlossen werden müssen, gilt das Lernen auf Distanz wie tatsächlich erteilter Unterricht, sagt NRW Schulministerin Yvonne Gebauer. Das dazugehörige, pädagogische Konzept wird gerade erstellt. Eines ist aber schon jetzt klar: Noten werden verteilt und die Leistungsbewertung muss sich im Distanzunterricht widerspiegeln.
Elternvertreter hatten schon zu Beginn vor der „Benotung auf Distanz“ gewarnt, da die Lernvoraussetzungen zu Hause extrem unterschiedlich sind. Daher müssen Lehrkräfte nun Rücksicht auf die technische Ausstattung der einzelnen Schüler nehmen und dürfen ihre Aufgaben nur so stellen, dass sie auch ohne technische Endgeräte erledigt werden können. Es wird zu einer klassischen Methode trotz digitalem Unterricht geraten: Arbeitsblätter verteilen, Aufgaben erfüllen lassen, Arbeitsblätter einsammeln. Die technische Ausstattung soll sich aber schnellstmöglich verbessern und Möglichkeiten für regelmäßige Videokonferenzen bieten.

Die Maßnahmen und Anschaffungen werden von einem öffentlichen Förderprogramm unterstützt. Lehrkräfte bekommen digitale Endgeräte, Schüler aus sozial benachteiligten Familien erhalten Schulcomputer. Wer zu Zweiterem zählt, entscheiden die Schulen selbst und individuell.

„Es kann nicht sichergestellt werden, dass alle Geräte für Lehrer und Schüler schon zum Schuljahresbeginn vorhanden sind.“, sagt Ministerin Gebauer. Das Ministerium hofft auf eine breite Ausstattung zum Ende des Jahres, denn dann endet auch das Förderprogramm. Schulen werden gebeten, schon jetzt die erforderlichen Endgeräte zu besorgen und die Kosten einzureichen, die seit dem Ende des „offiziellen“ Unterrichts entstanden sind.

Quelle: WAZ Gelsenkirchen

Es ist kein Geheimnis, dass die laufende Corona-Pandemie nicht nur für einen Schub der Digitalisierung in Schulen und Unternehmen gesorgt hat, sondern auch mit voller Wucht die Industrieländer in eine tiefe Krise geschlagen hat. Im Hinblick auf das Thema „Suchen und Finden eines Ausbildungsplatzes“ ist eine Unsicherheit aller Beteiligten zu spüren: Wie lässt sich in Zeiten einer pandemiebedingten Wirtschaftskrise ein Ausbildungsbetrieb finden, der nicht von einer Insolvenz betroffen ist? Welches Unternehmen kann mit gutem Gefühl neue Auszubildende einstellen, obwohl andere Mitarbeiter in der Kurzarbeit stecken? Und wie kommen Bewerbergruppen und Unternehmen eigentlich zusammen, um sich kennenzulernen?

Doch so sorgenreich die Fragen auch sind, die Lage auf dem deutschen Ausbildungsmarkt ist trotz Corona-Krise besser als gedacht. Grund dafür ist, dass vor der Krise schon deutlich mehr Lehrstellen unbesetzt blieben als es Bewerber gab. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Handwerks, sagt: „Kein Jugendlicher muss aufgrund von Corona den Anschluss für seine berufliche Zukunft verpassen.“ Er verdeutlicht, dass es in diesem Jahr sicherlich zu Lockerungen der sonst bestehenden Regeln kommen wird, die die Starttermine auch im Oktober oder November ermöglichen. Auch die Berufsschulen haben angekündigt, in diesem Jahr flexibler zu sein.

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände sieht die Lage überwiegend positiv. „Es gäbe reichlich Auswahlchancen für junge Menschen.“

Quelle: WAZ Gelsenkirchen

„Ich zocke gerne- und jetzt?“

 

Für einige Schülerinnen und Schüler ist es eine der schwierigsten und nervenaufreibendsten Fragen in ihrem Leben: „Was möchtest du später einmal werden?“

Auch wir stellen mit unserer Arbeit immer wieder fest, dass diese Frage die Schülerinnen und Schüler an ihre Grenzen bringt und für ein großes Fragezeichen sorgt.

Beinahe alle Schülerinnen und Schüler haben diese Frage schon einmal gestellt bekommen-   nur ein Bruchteil davon kann diese jedoch begründet beantworten.

Aber warum ist das so?

Wir haben immer wieder festgestellt, dass es den Schülerinnen und Schülern schwerfällt, eine Verbindung zwischen ihren Stärken und Eigenschaften zu einem passenden Beruf herzustellen.

Bei der Frage: „Was sind deine Hobbys und welcher Beruf passt dazu?“ fällt es den Kindern schwer, eine Berufs-Verbindung zum „Zocken“ und „mit meinen Freunden treffen“ herzustellen.

Es ist wichtig den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass auch diese Hobbys eine wertvolle Einschätzung zu den Stärken geben können.

Beschäftigt man sich tiefer mit dem Hobby „zocken“ bemerkt man schnell, dass die aktuellen Videospiele mit viel Teamarbeit und Taktik zusammenhängen. So kann schnell herausgefunden werden, welche Rolle die Schülerin oder der Schüler in diesem Team einnimmt.

Bin ich der „Anführer“, der wichtige Entscheidungen trifft und Ideen sammelt, schließe ich mich der Entscheidung der Mehrheit an oder bringe ich nützliche Tipps an, die zu einem Gewinn führen können?

Diese Merkmale können schon einen groben Einblick geben, welche Position oder welches Berufsfeld auf den Schüler oder die Schülerin zutreffen kann.

Auch bei der tiefergehenden Frage, was die Kinder genau machen, wenn sie sich „mit Freunden treffen“, stellt sich immer wieder heraus, dass diese gemeinsam über Probleme sprechen, sich gut in andere Menschen hineinversetzen können und sehr empathisch sind, kreative TikTok-Videos erstellen oder Instagram-Posts verfassen.

Den Schülerinnen und Schülern sollte immer wieder vor Augen geführt werden, dass jeder ein Talent hat, auch wenn dieses nicht immer sofort sichtbar ist.

Es gibt leider kein Patentrezept, welches besagt, welche Schülerin oder welcher Schüler welchen Beruf ausüben sollte.

Einige Tipps, Tricks und Denkanstöße unterstützen jedoch dabei, den Weg zur Berufs- oder Studienwahl für alle ein Stück einfacher und verständlicher werden zu lassen.